Cimarron graphik-art
feuerball + katzensprung Geschichten aus dem
Internet
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Im August 1896 segelte Kapitän Hermann-Hinrich Ahlers mit zwei Steuerleuten, je einem Koch, Zimmermann, Segelmacher,
Donkeymann, elf Voll- und drei Leichtmatrosen sowie vier Schiffsjungen
von Bremerhaven nach Hongkong. Mit Reis und Bambus kehrte die SS
Rickmer Rickmers zurück an die Weser.
SS Rickmer Rickmers ist
ein Vollschiff aus Stahl, auf Querspanten, 97 Meter lang,
12.20 Meter breit, mit einer Segelfläche von 3.500 qm.
Aus: Besuch des Autors in Hamburg.
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„Er ist ein Teil unseres Lebens. Er hat ein unendlich großes Wissen.
Wenn er wollte, könnte er die Welt verändern. Er bleibt lieber in seinem
Kasten. Wenn ich mir vorstelle, welches Leben in ihm ist... Er könnte
jeden Tag unzählige Feste geben, die klügsten Frauen und Männer sind in
ihm zuhause. Alle Zeichen und Sprachen der Welt kennt er, sein Reichtum
an Bildern ist überwältigend. Und weißt du, woran ich denke... Ich
denke, daß es geheimnisvolle Plätze in ihm gibt, die kein Mensch kennt.
Nur durch Zufall erfahren wir davon. Aber wer glaubt schon an den
Zufall. Jetzt ist es Zeit zum Schlafen. In ein paar Jahren wirst du
vertrauter mit ihm sein. Deine Schwester schläft schon.” „Kann ein
Computer auch schlafen?” „Wenn du ihn in Ruhe läßt und er
abgeschaltet ist, dann schläft er, denke ich.” „Richtig wie ein
Mensch?” „Nein, anders, kein Mensch weiß wie.” „Hat er auch
Träume?” „Gewiß, er steckt ja voller Wissen; wir werden sie wohl nie
erfahren.” „Warum nicht?” „In ein paar Jahren kannst du versuchen,
es herauszufinden, vielleicht findest du einen Weg zu ihm.”
Aus: Florian im Internet |

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Frankfurt im Winter war vergessen.
Einen Tag später. Immer noch in Maskat. Mit der OMAN
EVIATION flog Christopher Kern in einem Airbus 320 um 11.30 Uhr Ortszeit
nach Salalah, das im Süden des Landes liegt und die Sommerresidenz des
Sultans beherbergt. Der Ausblick vom Flugzeug auf die arabische
Halbinsel und auf das Meer war atemberaubend schön. Um 13.00 Uhr
erreichte der Airbus die Küstenstadt Salalah.
Ein einheimischer
Fahrer erwartete ihn vor dem Flugplatz mit einem Geländewagen. Der
Omaner war von schlanker, asketischer Gestalt. Er trug die
Landeskleidung; unter seinem Schnäuzer blitzten zwei Reihen makelloser
weißer Zähne. Sein Englisch sprach er in einem kehligen Ton; er redete
gern. Christopher Kern hörte ihm geduldig zu.
Das also ist die
Wüste, dachte der Deutsche. Ein grenzenloses Land, dem die Muttererde
gestohlen wurde. Er sagte diese Gedanken Mabruk, seinem Fahrer. Dann
erzählte er ihm den wahren Grund der Reise. Mabruk war immer stiller
geworden. Am Ende der Geschichte hatte er den Wagen angehalten und den
Deutschen lange schweigend angesehen.
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Mabruk konnte nicht verstehen, daß jemand von
EUROPA nach Salalah fliegt, um in einer OASE ein Mädchen zu treffen, das
er vorher nie gesehen hat. Es ist ein Risiko, sagte er, sich nur auf ein
paar Worte zu verlassen, die der Computer aus der Wüste nach Frankfurt
geschickt hat. - Und Mabruk fragte noch, ob er ein heimlicher Zuschauer
dieses seltene Treffens sein dürfe.
Warum nicht, entgegnete der
Deutsche.
Ich mache ein Foto, das ist die schönste Erinnerung.
Der Deutsche gab ihm seine Kamera. Er wollte ihm die Funktionen
erklären, aber Mabruk kannte sich im Fotografieren aus.
Was ist
LIEBE, Mabruk, fragte der Deutsche, während der aufgewirbelte Sand
hinter ihnen die Landschaft wie mit einem Nebel einschloß.
Aus: Die Entdeckung der Liebe in einer
Oase in Oman
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Zu weiteren Beispielen siehe den gleichlautenden Band 16 in der
Reihe Cimarron bibliophil.
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feuerball + katzensprung
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Unikat-, Erstausgabe
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April 1996 - 1 Exemplar e.a. (aus dem Besitz des
Künstlers)
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Reihe
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Cimarron graphik art
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Buchumfang
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78 Seiten
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Buchblock
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Querformat 27,0 x 18,5 cm (Breite vor Höhe,
von Hand gebunden, japanische Bindung.
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Vorsatz
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Original mexikanische Baumrinde, heller Farbton.
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Cover
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Kunstpapier, großflächige Motive und drei
Original-Chips auf der Vorderseite.
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Einband
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Karton, bezogen mit Kunstpapier, Buchrücken in Leder, mit
Titelvermerk.
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Druckpapier
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Unterschiedliche, leichte bis schwere
Bütten- und Transparentpapiere.
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Text/handschriftliche Vermerke/Fotos
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Gregori Latsch, Cimarron-Team
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Typografische Realisation/Satz/Druck
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Doris Hess, Cimarron-Team
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Federzeichnung im Druck (Autor-/Porträt)
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Volker Hannemann, Cimarron-Team
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Besonderheit(en)
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a)
Ein Sammelsurium aus sentimentalen,
spannenden und zauberhaften Geschichten durchzieht die Welt des
Internets. b)
In dieser geheimnisvollen technischen
Landschaft scheinbar fremder Zeichen und Bilder werden wir an die
Unberechenbarkeit des Internets erinnert, von dem niemand sagen kann,
wer die Fäden wirklich in der Hand hält, der User oder das Medium.
c) Die letzte Seite vor dem Vorsatz
enthält auf dem gesamten Blatt eine Zusammenfassung des Eindrucks zu dem
Band, handschriftlich vom Autor vermerkt.
d) Das Vorsatzpapier (insgesamt 4 Seiten) besteht aus
mexikanischer Baumrinde, Santa Fe, New Mexico, USA.
e) Nur in dieser ersten Ausgabe des
obigen Titels aus dem Jahr 1996 sind zwei Blätter dem Autor bei seinem
Besuch in Hamburg auf dem Segelvollschiff SS Rickmer Rickmers gewidmet
(4 Farbfotos, dazu ein handschriftlicher Text).
f) Über diesen Tag in Hamburg am
8.4.1996 erhält der Käufer dieser graphik art-Ausgabe eine kleine
Heft-Broschur (gebunden), mit 12-15 Original-Fotos, die überwiegend den
Besuch des Autors auf dem alten Segler (1896) dokumentieren.
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Preis für die Unikatausgabe (e.a.)
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6.800 Euro incl. Mwst., freie Zusendung
innerhalb Deutschlands.
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